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    4.2.4.2)        G r o ß r ä u m i g e
                   V e r w e r f u n g e n

    Im Kartiergebiet gibt es 2 vermutlich um 90ø einfallende
 Verwerfungen mit Sprunghöhen von mehreren 100 m. Erstere
 ist die N-Randverwerfung der Tansen-Gruppe; die zweite ist
 eine Verwerfung innerhalb der Kali Gandaki-Übergruppe.
    1) Die N-Randverwerfung der Tansen-Gruppe, North Boun-
 dary Fault (NBF), ist der tektonische Kontakt zwischen den
 Gesteinen der Tansen-Gruppe im S und denen der Kali_Gan-
 daki-Gruppe im N. An dieser Verwerfung wurden wurde die N'
 Partie relativ gehoben, so daß N' die unteren Stock-
 werke zur Exposition kommen (Chappani-Formation) und S'
 die oberen Schichten erhalten bleiben (Sisne-Formation).
 Die Sprunghöhe entspricht dabei der Mächtigkeit der ca. 5
 Formationen, die übersprungen werden, zusammen ca.
 3500 m nach Anh. II, Abb. 16. Die Erhaltung von jungem
 Gestein in einer Umgebung von altem Gestein kann prinzi-
 piell zwei Ursachen haben, entweder liegt der Kern einer
 Mulde oder der abgesunkene Teil eines Grabens vor. In
 dieser Arbeit wird für die Erhaltung der Tansen-Gruppe eine
 Mulde angenommen, jedoch existiert in der NBF eventuell
 auch die Komponente eines Grabens.
    Die Verwerfung selbst konnte nicht im Aufschluß beob-
 achtet werden, sondern sie resultiert aus der lithostra-
 tigraphischen Diskrepanz zwischen den Arealen N' und S'
 der Linie. Die Konstruktion einer Verwerfung steht in Ein-
 klang mit den deutlich beobachteten Kleinstrukturen in
 ihrer Nachbarschaft (s. Kap. 4.2.4.1) und mit der Kon-
 struktion der Spezial-Gräben zur Exposition der Bhain-
 skati-Formation (Kap. 2.2.2.1).
    2) Die Verwerfung innerhalb der Kali Gandaki-Gruppe
 trennt eine NW-Scholle mit der Oberen Gruppe (speziell Ke-
 rabari-Formation) und eine SE-Scholle mit der Mittleren
 Gruppe (Chappani-Formation). Demzufolge beträgt die Sprung-
 höhe soviel wie die Mächtigkeit der ca. 3 Formationen,
 die übersprungen werden, d.h. ca. 1400 m (mit den Mächtig-
 keiten von Anh. II, Abb. 16). Auch diese große Verwer-
 fung wurde nicht im Aufschluß beobachtet, sondern aufgrund
 des lithostratigraphischen Befundes konstruiert. Der
 Verlauf der Linie stimmt z.T. mit der W-E-Hauptstreich-


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