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    4.1)     R e g i o n a l e   T e k t o n i k

    Der rezent anhaltende tektonische Haupt-Vorgang der Re-
 gion ist eine N-S-Einengung in Zusammenhang mit der Sub-
 duktion des indischen Schildes von S nach N unter den
 asiatischen Kontinent. Die Bewegung fand zuerst statt an
 der Main_Central_Thrust (MCT). Vor 10 - 20 Mio. Jahren
 wurde die MCT stillgelegt und statt dessen die Main Boun-
 dary Thrust (MBT) ins Leben gerufen (MOLNAR, 1986).
    Die plattentektonischen Modelle zeichnen meist eine Sub-
 duktion des indischen Schildes unter das Hochland von Ti-
 bet. Jedoch für eine Subduktion im strengen Sinn fehlen die
 Tiefbeben, die eine Benioff-Zone bezeugen. Tiefbeben fin-
 den an den beiden Enden des Himalaya statt, in den Scha-
 rungen von Ihelum im NW und Brahmaputra im SE; unter dem
 Himalaya selbst sind Flachbeben häufig (SENGÖR, 1985).
    Unter dem Hochland von Tibet scheint eine Verdoppelung
 der Erdkruste zu bestehen, worauf ein Vergleich der Krusten-
 Dicken (Indien 35 -_40 km; Himalaya 55 km; Tibet 80 km)
 und ein Erdbeben-"Horizont" in ca. 40 km Tiefe unter Tibet
 hinweist. Demnach würde die indische Platte nicht unter
 dem Himalaya in die Asthenosphäre abtauchen, sondern sich
 unter Tibet hindurchschieben bis unter den N-Rand Tibets
 (WINDLEY, 1977).
    Im Himalaya finden starke Horizontalverschiebun-
 gen statt. Daneben gibt es auch Block-Hebungen und -Sen-
 kungen an longitudinalen, steil stehenden Störungen (s.
 Anh. II, Abb. 13); durch solche Vertikalverschiebun-
 gen wird die Gliederung in Mahabarat-Zone und Midlands
 verursacht.
    Das Kali_Gandaki-Tal streicht W-E in seinem Unterlauf,
 beginnend bei Riri_Bazar ca. 3 km W' des Kartiergebietes.
 Im Oberlauf aber bildet das Kali_Gandaki-Tal eine regio-
 nalmaßstäbliche N-S streichende Struktur, eine große
 Graben-Struktur, die eine regionale W-E-Dehnung anzeigt
 (s. Kap. 4.1.3). Das Kartiergebiet liegt am  S-Ende dieses
 N-S streicheden Grabens, der im N bis Tibet reicht.






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