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- 60 - 4.1) R e g i o n a l e T e k t o n i k Der rezent anhaltende tektonische Haupt-Vorgang der Re- gion ist eine N-S-Einengung in Zusammenhang mit der Sub- duktion des indischen Schildes von S nach N unter den asiatischen Kontinent. Die Bewegung fand zuerst statt an der Main_Central_Thrust (MCT). Vor 10 - 20 Mio. Jahren wurde die MCT stillgelegt und statt dessen die Main Boun- dary Thrust (MBT) ins Leben gerufen (MOLNAR, 1986). Die plattentektonischen Modelle zeichnen meist eine Sub- duktion des indischen Schildes unter das Hochland von Ti- bet. Jedoch für eine Subduktion im strengen Sinn fehlen die Tiefbeben, die eine Benioff-Zone bezeugen. Tiefbeben fin- den an den beiden Enden des Himalaya statt, in den Scha- rungen von Ihelum im NW und Brahmaputra im SE; unter dem Himalaya selbst sind Flachbeben häufig (SENGÖR, 1985). Unter dem Hochland von Tibet scheint eine Verdoppelung der Erdkruste zu bestehen, worauf ein Vergleich der Krusten- Dicken (Indien 35 -_40 km; Himalaya 55 km; Tibet 80 km) und ein Erdbeben-"Horizont" in ca. 40 km Tiefe unter Tibet hinweist. Demnach würde die indische Platte nicht unter dem Himalaya in die Asthenosphäre abtauchen, sondern sich unter Tibet hindurchschieben bis unter den N-Rand Tibets (WINDLEY, 1977). Im Himalaya finden starke Horizontalverschiebun- gen statt. Daneben gibt es auch Block-Hebungen und -Sen- kungen an longitudinalen, steil stehenden Störungen (s. Anh. II, Abb. 13); durch solche Vertikalverschiebun- gen wird die Gliederung in Mahabarat-Zone und Midlands verursacht. Das Kali_Gandaki-Tal streicht W-E in seinem Unterlauf, beginnend bei Riri_Bazar ca. 3 km W' des Kartiergebietes. Im Oberlauf aber bildet das Kali_Gandaki-Tal eine regio- nalmaßstäbliche N-S streichende Struktur, eine große Graben-Struktur, die eine regionale W-E-Dehnung anzeigt (s. Kap. 4.1.3). Das Kartiergebiet liegt am S-Ende dieses N-S streicheden Grabens, der im N bis Tibet reicht. |
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